Minusio ist eine politische Gemeinde am Lago Maggiore im Kreis Navegna im Bezirk Locarno im Kanton Tessin in der Schweiz. Minusio ist ein Nachbarort von Locarno und liegt zwischen Lago Maggiore und dem Monte Cardada . Minusio grenzt an Muralto, Orselina, Brione, Contra und Tenero und besteht aus den Ortsteilen Borenco, Brighirolo, Cadogno, Ceresol, Ciossi, Fontile, Frizzi, Mappo, Mezzo, Mondacce und Rivapiana.
In Rivapiana, dem "Seeufer", liegt die katholische Kirche San Quirico. Die 1313 erstmals erwähnte Kirche wurde im 18 Jh. im barocken Stil neu erbaut. Im Kircheninnern sind an der Südwand Reste romanischer Malereien aus dem 13. Jh. erhalten. Der romanische Glockenturm aus dem 13-15. Jh. diente früher als Wachturm.
Nicht weit davon befindet sich direkt am See die Wehranlage Cà di Ferro , ein schlossartiges Gebäude. Dieses ließ der Urner Militärunternehmer Peter A Pro von 1540-1580 als Anwerbungskaserne für Schweizer Söldner (Reisläufer) erbauen. Die Kapelle stammt aus dem Jahre 1630.
Von 1873 bis 1874 bewohnte der vorher in Locarno ansässige Revolutionär Michail Alexandrowitsch Bakunin die von seinem italienischen Freund Carlo Cafiero finanzierte Villa La Baronata in Minusio, die zum Zufluchtsort für polizeilich gesuchte Revolutionäre werden sollte.
Hermann Hesse bewohnte 1919 für ein paar Wochen ein kleines Bauernhaus am Ortseingang, bevor er nach Sorengo zog und schliesslich in Montagnola eine zweite Heimat fand.
Auf dem Friedhof von Minusio befindet sich das Grab von Stefan George. An seinem Begräbnis nahmen unter anderem Claus Schenk Graf von Stauffenberg und sein Bruder Berthold teil, die zu dem George-Kreis gehörten.